Dauerregen beim Königschießen – aber der König strahlt

2012, Schützenfest

Bei ungewöhnlich niedrigen Temperaturen, grauem Himmel und Dauerregen schienen die Voraussetzungen denkbar schlecht. Sollte das traditionelle Preis- und Königsschießen ins Wasser fallen?

Bereits um 9.00 Uhr waren die Schützen in einer Regenpause vor dem Vereinslokal zum Abmarsch angetreten, um den amtierenden König Holger Funck zu Hause abzuholen.

Bereits beim Eintreffen auf dem Schießstand aber öffnete Petrus wieder die Schleusen – die Begeisterung bei allen Beteiligten hatte Grenzen, zumal sich die Zuschauer in die Zelte zurückgezogen hatten.

Erst gegen 18.00 Uhr, pünktlich zum Beginn des Königschießens, hatte Petrus endlich ein Einsehen: es blieb zwar kalt, aber endlich trocken.

Nachdem sich in den ersten Runden „die Spreu vom Weizen“ getrennt hatte, blieben neun ernsthafte Aspiranten auf die Königswürde im Wettkampf. Unter bester Stimmung und nunmehr unterstützt von einer großen Zuschauerkulisse wurde der außergewöhnlich spannende Wettkampf dann unter Einsatz von Flutlicht um 21.40 Uhr mit dem Königsschuss durch Frederik Engeln erfolgreich beendet.

Teilnehmer

  • Preis-Schießen: 117 Teilnehmer
  • Königschießen: 9 Aspiranten
    • Ulrich Kempken
    • Wolfgang Cohrs
    • Frederik Engeln
    • Heinrich Engeln
    • Michael Kühn
    • Norbert Oppelt
    • Michael Schröer
    • Peter Gratenberg  (im Endkampf ausgeschieden)
    • Thorsten Funck   (im Endkampf ausgeschieden)

Aus der Presse

Der Mann mit dem finalen Schuss

von Martin Krampitz. DerWesten.de

Frederik Engeln erlegte nach elf Stunden harten Wettkampfs den Königsvogel der Schützengesellschaft Baerl von 1485. Der 41-Jährige regiert den Verein jetzt vier Jahre lang

Die Schützengesellschaft Baerl von 1485 ist nicht nur der älteste, sondern mit aktuell 515 Grünröcken auch der mitgliederstärkste Schützenverein auf Duisburger Stadtgebiet. Noch ein Rekord: Die Baerler Schützen horten auch einen besonderen Schatz, besitzen das älteste Schützensilber der Stadt. Am Samstag schossen die Schützen auf Paschmanns Weiden ihren König aus. Ein besonderes Ereignis im Nordwesten Duisburgs, denn das Königsschießen an der Grafschafter Straße in Baerl gibt es nur alle vier Jahre.

Allerdings schien Petrus das alles nicht sonderlich zu interessieren: Von morgens um neun, als die Schützen zu den militärischen Klängen der Sonsbecker Harmonie 1911 durchs Dorf marschierten, bis nachmittags um 17 Uhr regnete es in Strömen. „Daher können wir uns dieses Mal nicht über so viel Publikum freuen wie in den Vorjahren“, bedauerte Pressesprecher Klaus Moeller. Immerhin hatten die Schützen auf Paschmanns Weiden zahlreiche Zelte aufgebaut, unter denen rund 300 Grünröcke und ihre Besucher Unterschlupf fanden. Dort servierten die Sappeure, die Leibgarde des Königs, mittags Erbsensuppe und Grillfleisch, nachmittags Kaffee und Kuchen. Der fünf Meter hohe Schießstand stand allerdings im Freien – und damit im Regen.

Trotz mieser Witterung stieg die Spannung an der Grafschafter Straße von Stunde zu Stunde. Das Feld der Teilnehmer lichtete sich schnell: Anfangs traten noch rund 130 Schützen an. Nach und nach fielen der erste Flügel, dann am Nachmittag der zweite Flügel, der Kopf, das Zepter und der Reichsapfel. Am Ende, gegen 18 Uhr, blieb nur noch der hölzerne Rumpf des Vogels auf der Stange. Als der Regen aufhörte, füllte sich schlagartig die Wiese vor dem Schießstand, pünktlich zur Endrunde. Im Finale schossen noch neun Aspiranten auf den Königsvogel.

Die Entscheidung fiel erst als es dunkel war, gegen 21.40 Uhr: Frederik Engeln legte mit seinem Kleinkalibergewehr an, zielte mit scharfen Auge, „Kimme-Korn-Schuss“. Dann schoss der 41-jährige Baerler den Königsvogel ab. Krachend fiel der kiloschwere Rumpf zu Boden. Die rund 300 Zuschauer brachen in lauten Jubel aus, schwenkten die Bierkrüge. Der Thronfolger des amtierenden Schützenkönigs Holger Funck war gefunden. Der gratulierte seinem Nachfolger artig. Ebenso Partnerin Christina, die neue Schützenkönigin. Die Grünröcke ließen ihren neuen Regenten hochleben – natürlich auch weil dieser erst einmal eine Runde Freibier für alle Schützen spendieren musste.

Krönung am 19. Mai

Am Samstag, 19. Mai, wird Schützenkönig „Freddy“ im Festzelt an der Grafschafter Straße gekrönt, im Rahmen des eigentlichen Schützenfestes. Seine Majestät darf dann vier Jahre über Baerl, genauer gesagt über die Baerler Schützengesellschaft, herrschen – genauso lang wie eine Bundesregierung über Deutschland…


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König 2012: Frederik Engeln

2012
AKTUALISIERT

Nach einem spannenden Kampf bis in die späten Abendstunden setzte sich Freddy Engeln um 21:40 Uhr gegen die harte Konkurrenz durch und ist König 2012.

König 2012: Freddy Engeln mit Adjutant 2009 Ulrich Kempken (links) und dem Hauptmann der Sappeure Michael Kühn (rechts)
König 2012: Freddy Engeln mit Adjutant 2009 Ulrich Kempken (links) und dem Hauptmann der Sappeure Michael Kühn (rechts)

 

Thron 2012

Auf dem Thron 2012 sitzen:

  • König Frederik II. Engeln mit Christine Schwarz
  • Adjutant Heinz-Hermann Hoffmann mit Sabine Schauenberg
  • Finanzminister Norbert Oppelt mit Daniela Damschen
  • Landwirtschaftsminister Frank Linkenbach mit Michaela Linkenbach

 

Schießergebnis

5. Platz Max Fuchs linker Flügel
(137 Schuss)
4. Platz Jörg Schumacher rechter Flügel
(139 Schuss)
3. Platz Gerd Bongards Zepter
(118 Schuss)
2. Platz Johannes Friedrich Reichsapfel
(110 Schuss)
1. Platz Horst Funck Kopf
(110 Schuss)
König Frederik Engeln Rumpf
(227 Schuss)
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Königschießen am 13. Mai 2006

2006, Schützenfest

König 2006: Peter GratenbergNeuer König: Peter Gratenberg

Insgesamt haben sich 131 Schützen in die Schießlisten zum Preisschießen eingetragen. Nachdem sich beim letzten Schützenfest der Vogel als äußerst zäh erwiesen und für einen bis 22.30 Uhr dauernden Wettkampf gesorgt hatte, fiel in diesem Jahr der linke Flügel bereits nach einer viertel Stunde mit dem 29. Schuss. Als nach weiteren 37 Schuss um 12.00 Uhr auch der rechte Flügel fiel, machte unter den zahlreichen Zuschauern bereits das Gerücht von der Vogelgrippe die Runde.

Auch die weiteren Preise fielen dieses Mal ohne Probleme und nach einigen Pausen im Stundentakt, ehe sich der Kreis der Königsaspiranten Punkt 16.00 Uhr zum Königsschießen formierte. Die erste Runde zum Königsschießen begann immerhin mit 23 Kandidaten; in Runde 7 war dann der Kreis bereits auf 10 Schützen geschrumpft.

Im weiteren Verlauf reduzierte sich der Aspirantenkreis auf zunächst 7 Anwärter, von denen sich in der Endphase dann Norbert Oppelt und Peter Gratenberg bei strömendem Regen – aber jeweils lautstark unterstützt von den Fan-Gruppen – einen fairen und bis zuletzt spannenden Wettkampf lieferten, aus dem Peter Gratenberg als Sieger und damit als neuer Schützenkönig hervorging.

Der neue Thron setzt sich wie folgt zusammen:

  • Schützenkönig 2006: Peter Gratenberg
  • Adjutant: Andreas Damschen
  • Finanzminister: Oliver Nohr
  • Wirtschaftsminister: Michael Neifer

Ergebsnisse des Preisschießens

  • 5. Preis (linker Flügel, 29 Schuss) Helmut Heckner
  • 4. Preis (rechter Flügel, 37 Schuss) Sebastian Hartendorf
  • 3. Preis (Zepter, 30 Schuss) Peter Senske
  • 2. Preis (Reichsapfel, 20 Schuss) Pierre Niczewitz
  • 1. Preis (Kopf, 25 Schuss) Heinz Scholteis
  • König (Rumpf, 301 Schuss) Peter Gratenberg

Fotos

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Hindernisse 2003

2003, Schützenfest, Veranstaltungen

Der diesjährige traditionelle Schützenumzug der Bürger-Schützengesellschaft Baerl von 1485 e.V. wurde durch zahlreiche Hindernisse gestört, die von der Bevölkerung errichtet wurden.

Das Aussehen und die Konstruktion des Hindernisses ließ darauf schließen, dass der Errichtung sorgfältige Planungen sowie mühevolle und aufwendige Konstruktionszeiten voraus gegangen waren.

Prämiert wurden:

  1. Hindernisbaugesellschaft: ‚Flingerstraße‘, Hermann Scholtheis
  2. Hindernisbaugesellschaft: ‚Dudel-Bau‘, Hartwig Unverdorben
  3. Hindernisbaugesellschaft: ‚Geststraß‘ Eck‘, Heinz Reimer

Die anderen Hindernis-Baugesellschaften waren:

  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Kuhlen/Pleines‘, Gottfried Kuhlen
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Flinke Kralle‘, Frank Stender
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Rodelwiese‘, Manfred Jung
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Baerler Norden‘, Okki Neubauer
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Sappeur-Auffang-Gesellschaft‘, Frank Linkenbach
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Siedlung Hermann-Löns-Straße‘, Klaus Holthuis
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Mein Haus – Dein Haus‘
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Alte Ackerstraße / Neue Mitglieder für die BSG‘, Hanno Hinz
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Auf der Gest‘, Karl Heinz Schwan
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Grenadiere Binsheim‘, Hanspeter Maas
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Waldstraße/Hubertusstraße‘, Josef Bähner
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Kreisbahnhof Lohmannsheide‘, Dieter Giesen
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Lohmannsheide Südspitze‘, Manfred Kothes
  • Hindernisbaugesellschaft: ‚Grafschafter Straße‘, H. Becker
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Schützenfest 2003

2003, Schützenfest, Veranstaltungen

Nach einem spannenden und erstmalig äußerst langem Wettkampf konnte der neue König gegen 22.30 Uhr durch ein Stechen gegen seinen letzen Mitstreiter Norbert Oppelt ermittelt werden.

Der neue Thron setzt sich wie folgt zusammen:

  • König Rainer Pütz
  • Adjutant Klaus Hildenhagen
  • Finanzminister Heinz-Dieter Reimer
  • Landwirtschaftsminister Armin Söltzer

Vorausgegangen war dem spannendem Wettkampf das Preisschießen mit folgenden Ergebnissen:

  • 5. Platz – linker Flügel – Michael Kühn – nach dem 352. Schuss
  • 4. Platz – rechter Flügel – Stefan Engeln – nach dem 151. Schuss
  • 3. Platz – Zepter – Rolf Dresler – nach dem 60. Schuss
  • 2. Platz – Reichsapfel – Claus Pellen – nach dem 63. Schuss
  • 1. Platz – Kopf – Heinz-Dieter Reimer – nach dem 94. Schuss
  • König – Rumpf – Rainer Pütz – nach dem 243. Schuss
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Schützenfest 2000

2000, Schützenfest, Veranstaltungen
  • König Heinz Lohmann mit Ute Lohmann
  • Adjutant Ludger Bähner mit Ursula Bähner
  • Finanzminister Hubert Storms mit Brigitte Storms
  • Landwirtschaftsminister Thomas Heibges mit Katja Heibges

Erstmalig wurden in diesem Jahr die beim Festumzug aufgestellten Hindernisse der vielen nachbarschaftlichen Hindernis-Baugesellschaften von einer unabhängigen Jury  nach Aussehen, Konstruktion und Schwierigkeitsgrad bewertet und schließlich beim Königsball am Samstag abend im Zelt prämiert.

  1. Hindernis-Baugesellschaft: „Rodelwiese“
  2. Hindernis-Baugesellschaft: „Ackerstraße“
  3. Hindernis-Baugesellschaft: „Geststraße“
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